Wo Schnee liegt, bin ich nicht zuhause!

Wo Schnee liegt, bin ich nicht zuhause! - Renate Schmidt Can wird eines frühen morgens (11:40!) vom Klingeln seines Handys geweckt. Seine Bekannte Judith eröffnet ihm, dass er Vater wird. Dies lässt den schwulen Deutsch-Türken über sein Leben nachdenken...

Dies ist keine M/M-Romance. Es geht zwar auch um Cans Homosexualität, aber geht es auch darum was passiert, wenn zwei verschiedene Kulturen aufeinander treffen und wie es ist, zwischen diesen Kulturen aufzuwachsen. Oftmals auch mit einem Schmunzeln.

Can erzählt uns in Rückblenden von sprachlichen Missverständnissen, Lehrern voller Vorurteilen, Kulturschocks - Ich sage nur "türkische Hochzeit". - und natürlich auch davon, wie schwer es für ihn war zu akzeptieren, dass er schwul ist. Denn in islamischen Kulturkreisen wird es (Leider!) als Familienschande angesehen, einen schwulen Sohn/Bruder/Onkel/Cousin zu haben oder aber gar selbst schwul zu sein.

Zum Glück hat Can Eltern, die ihn so lieben wie er ist. Er darf es zwar niemand anderen in der Familie sagen, aber das ist anscheinend schon sehr weltoffen.

Conny, Cans beste Freundin, hat mir sehr gefallen. Sie hat ihm oft genug den Kopf gewaschen und ihn dabei aber immer mit vollem Herzen unterstützt!

Ich würde dies Buch jedem empfehlen, der Interesse am Thema Migration hat!

Es gibt ein großes Manko an diesem Buch. Aber das hat nichts mit der Geschichte zu tun. Schaut euch doch bitte das mal an:

So sah das ganze Buch aus! Keine Absätze! Selbst Unterhaltungen wurden einfach hintereinander weggeschrieben und das ganze 224 Seiten lang in Blockformat!
Das hat mir schon etwas die Freude an der Geschichte genommen.