Liebe per Smartphone (Jaysen und Leeroy 1)

Liebe per Smartphone (Jaysen und Leeroy 1) - Jill J. Jenkins
3 Email-für-dich Sterne

Leeroy sollte eigentlich der neue Abteilungsleiter bei -S-Books, einer der größten Buchhandlungen überhaupt, werden. Aber als er aus dem Urlaub kommt, geht die Stelle an Jaysen, der gerade erst zu ihnen gewechselt ist. Leeroy ist sauer, da kann Jaysen noch so nett sein und gut aussehen.
Zum Glück haben ihn sein bester Freund und Nachbar Mark und dessen Partner Mitch dazu überredet, sich bei einer Dating-Seite anzumelden. So hat er wenigstens Ross kennen gelernt. Auch wenn Leeroy noch kein Foto von Ross gesehen hat, so fühlt er sich durch dessen Emails doch sehr zu ihm hingezogen.

So wie man bei Filmen merkt, ob es sich um eine amerikanische, französische oder deutsche Produktion handelt, so haben auch Bücher eine gewisse... ich will es mal Stimme nennen. Und am Anfang dachte ich, dass mir der Schreibstil sehr holzig-holprig erschien, weil ich mich erst an diese deutsche Stimme gewöhnen muss. Leider ist das nicht ganz wahr. Der Schreibstil fühlt sich an einigen Stellen wirklich etwas gewollt an. Das wäre aber auch nur halb so schlimm, wenn sich dazu nicht auch noch mehrere Schreibfehler gesellen würden. Es wurden Wörter vertauscht (z.B. "ist" anstatt "ich"), vergessen oder zu viel geschrieben. Als wenn die Authorin etwas schreiben wollte und sich dann mittendrin für eine andere Formulierung entschieden hat. Über Schreibfehler kann ich für gewöhnlich auch ganz gut wegsehen, aber hier waren es so viele, dass es den Lesefluss doch teilweise sehr störte.

Die Geschichte selbst ist wirklich gut. Ich mochte nicht nur die Hauptpersonen, auch die Nebenrollen waren toll. Mark und sein Mitch, dessen Mund keinen Filter kennt, waren wirklich gute Freunde für Leeroy. Ebenso sind die Großeltern von Jaysen super.

Am Schluss ging mir die Handlung etwas zu schnell voran. Von einem Moment auf den anderen waren alle "Probleme" verschwunden und es wurde nach gerade mal 2 Tagen Beziehung beschlossen, zusammen zu ziehen.

Was ich sehr erfrischend fand war, dass die Ich-liebe-Dich vor dem Sex kamen. Apropos Sex: Die Scenen sind doch noch sehr... "ausbaufähig". (Wenn ihr wisst, was ich meine!?)

Für ein selfpublished Debut find ich das Buch gut gelungen. Ja, es gibt noch ein paar Dinge, die verbessert werden können, aber ich hab mich nicht schlecht unterhalten gefühlt.